
Wir sind ein Team aus Gießen und gehen in die 10. Klasse des Landgraf-Ludwig-Gymnasiums. Durch unseren Lehrer Herrn Fritsch erlangten wir die Möglichkeit an dem Wetterballon-Projekt teilzunehmen. Unser Team besteht aus Schüler*innen aus dem Info-Kurs aber auch aus anderen interessierten Schüler*innen. Den Wetterballon und damit die Teilnahme an dem Wettbewerb finanzierte uns die hessische Staatskanzlei. Auch das Marburger Team bekam einen der zwei zusätzlich finanzierten Wetterballons. So starten Mitte September 2026 acht Wetterballons in ganz Hessen in den Himmel – passend zum 80. Geburtstag des Bundeslandes Hessen. Happy Birthday! 🎂
Damit ihr unseren Prozess verfolgen könnt, haben wir für euch nicht nur eine Webseite vorbereitet sondern auch einen Instagramkanal, den ihr gerne besuchen könnt.
Unser Treffen in der Hessischen Staatskanzlei am 28.04.2026




Wir verbrachten den 28.04.2026 in der hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden. Unser Tag begann mit einer zweistündigen Zugfahrt nach Wiesbaden, wo wir die Nerobergbahn besuchten und zu Mittag aßen. Nachmittags wurden wir vor der Staatskanzlei empfangen und in einen Konferenzraum geführt. Über drei Stunden hinweg führten wir ein interessantes Gespräch mit den Leuten von der Staatskanzlei und tauschten unsere Vorhaben mit ihnen und mit dem Marburger Team aus. Währenddessen stand uns ein großes Buffet an süßen und salzigen Snacks sowie Getränken zur Verfügung. Den Abschluss bildete ein Gruppenfoto vor den HESSEN – Buchstaben im Innenhof der Staatskanzlei.




In der Woche vom 15.06.2026 bis 19.06.2026 fand an unsere Schule die sogenannte „Projektwoche“ statt. Alle Schüler*innen bekamen die Möglichkeit sich für ein selbstgewähltes Projekt zu entscheiden, an dem sie die ganze Woche arbeiten. Das Team Gießen entschied sich für das Wetterballon-Projekt. Montag beginnend startete die produktive Arbeitszeit. Die Fragestellungen wurden formuliert. Da wir 2000 Gramm Nutzlast haben, entschieden wir uns für drei verschiedene Fragestellungen:
- Wie beeinflussen die Umweltbedingungen der Stratosphäre, insbesondere erhöhte UV-Strahlung und niedrige Temperaturen, die Gärfähigkeit und damit die Stoffwechselaktivität von Frisch- und Trockenhefe?
Durchführung:
Frisch- und Trockenhefe werden jeweils sowohl in ihrer Originalverpackung als auch in losem Zustand in zwei UV-durchlässigen Petrischale pro Hefe in die Stratosphäre gebracht. Die Originalverpackung wird sich gemeinsam mit einer Petrischale mit jeder Hefe in der Box befinden und die beiden verbleibenden Petrischalen werden außen an der Box befestigt, um sie den direkten Umweltbedingungen der Stratosphäre auszusetzen. Nach der Rückkehr werden die Hefen unter identischen Laborbedingungen mit Zucker-Wasser aktiviert. Anschließend wird ihre Gäraktivität mit einer gleich behandelten Bodenprobe verglichen, um mögliche Veränderungen durch den Aufenthalt in der Stratosphäre zu untersuchen.
2. Welchen Einfluss hat die UV-Strahlung der Stratosphäre auf die sichtbare Fluoreszenz eines chininhaltigen Schweppesgetränk?
Durchführung:
Eine Probe von chininhaltigem Schweppes wird in einer UV-durchlässigen Petrischale in einem Loch in dem Payload befestigt. Eine im Inneren angebrachte Kamera zeichnet die Probe während des Fluges auf, um zu untersuchen, ob und in welchem Ausmaß die UV-Strahlung der Stratosphäre eine sichtbare Fluoreszenz hervorruft. Die Aufnahmen werden anschließend hinsichtlich der erkennbaren Fluoreszenz ausgewertet.
Da in beiden Forscherfragen die Frage nach dem UV-Licht eine große Rolle spielt, haben wir uns zudem einen UltraViolett- Sensor (UV-Sensor) von der JLU besorgt, den wir dankenswerter Weise mit in die Stratosphäre schicken dürfen.





Am 28.08.2026 wurde das Gießener Sky-Mi Team für zwei Stunden vom regulären Unterricht befreit, um an dem Projekt weiter zu arbeiten. Das „Forscherteam“ spezialisierte sich auf eine erste Bodenprobe des Hefe-Versuches und konzipierte auch ein Konzept, wie man Schweppes an der Box befestigen könnte. In Nachhinein können wir sagen, dass wir froh sind, eine erste Test-Bodenprobe gemacht zu haben. Bei dem finalen Versuch wissen wir nun, wie man am besten das Zuckerwasser zusammengibt und, wie das Experiment im Generellen abläuft. Wie an jedem Tag in unserer Gruppe gab es viel zu lachen und man hat in einem einfachen Magnet-Rührer kurzerhand einen V-10 Motor entdeckt! 😂